13.08.2019

Lokale Angebote vernetzen: Das Stadtwerk als digitaler Hub | emw

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Gastbeitrag von Ralf Leufkes, leitender Berater und Innovationsmanager, items GmbH
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Eine Stadt ist ein komplexes Ökosystem, das über eine hohe Anzahl unterschiedlichster Marktplätze verfügt. Sie stellt wirtschaftliche Mechanismen wie den Einzelhandel und Lager bereit, bietet Mobilität, religiöse Institutionen, Freizeit sowie kulturelle Einrichtungen und vieles mehr. Bei dieser Vielzahl von Akteuren und deren Angeboten können die Bürger eine große Anzahl an Produkten konsumieren, die eine Gemeinsamkeit aufweisen: In der Regel findet keine Vernetzung der lokalen Angebote statt. Die in Münster beheimatete items GmbH will mit der Plattform CityLink die Möglichkeit schaffen, all diese Angebote in einer App zu bündeln und so einen Lückenschluss zwischen dem Stadtwerk, unterschiedlichsten Produktanbietern und den Konsumenten zu vollziehen.

Persönliche Vorlieben, Gewohnheiten, Lebensumstände und das höchst unterschiedliche Vorhandensein von Mitteln prägen die Gestaltungsmöglichkeiten und -vorhaben jedes Einzelnen. Sich für die eigene Freizeitgestaltung einen Überblick zu verschaffen, fällt dabei den meisten Menschen bei der immer größer werdenden Menge an Informationen zunehmend schwer. Allein der Umstand, eine Website zu finden, auf der man alle kulturellen Angebote im Überblick finden kann, ohne nochmals zusätzliche Veranstalter und Drittanbieter anzuwählen, ist anstrengend und zeitraubend. Eine einheitliche Lösung, bei der sowohl der Überblick über das kulturelle Angebot der Stadt, attraktive Kombinationen aus unterschiedlichen Offerten und alle dafür notwendigen Tickets ohne lange Wartezeiten gebucht werden können, ist das, was der Bürger heute erwartet. Er will seine Aktivitäten schnell und zentral steuern können, ohne dafür viel Zeit zu opfern.

Plattformpotenzial vorhanden ¿ das Stadtwerk als kommunaler Versorger
Das ständig wechselnde regionale und lokale Event- und Freizeitangebot zu durchschauen, bedeutet für den Freizeitsuchenden Aufwand, den er nur widerwillig einzugehen bereit ist. Ist es nicht viel praktischer, den Ausflug zum Zoo über einen Dienst zu buchen, bei dem es noch das ÖPNV-Ticket auf der Hinfahrt, den E-Roller auf der Rückfahrt sowie ein kombiniertes Angebot mit der Eisdiele gibt? Natürlich. Doch dieses Angebot gibt es heute noch nicht, weil einzelne Akteure zumeist nicht in der Lage sind, die aufwendigen, formalen Hürden zu überwinden, die mit einer solchen Kombinationsmöglichkeit verbunden sind, oder weil ihnen vielmehr die Zeit, das Geld oder die notwendige Infrastruktur fehlt. Entweder es liegt keine Digitalisierung des Angebots vor oder die Produkte müssen jeweils einzeln, mittels einer digitalen Lösung, zum Beispiel einer App, gekauft werden. CityLink ist eine Plattform, über die sich die Anbieter einzelner lokaler Services untereinander vernetzen können, um dem Endverbraucher die eigenen Produkte und auch Produkt-Bundles anbieten zu können und das auch mit Preisvorteil für den Bürger. Über einen eigenen Account kann jeder Anbieter selbst entscheiden, zu welchen Konditionen und in welchem Umfang er einen Service anbieten möchte. So kann beispielsweise der Zoo seinen Preis abhängig vom Wetter oder dem geographischen Standort des Kunden individualisiert anbieten. Gleichzeitig kann er definieren, ob er das eigene Angebot mit dem eines anderen Anbieters kombinieren möchte.

Dem Konsumenten kann z. B. die Kombination eines Zootickets mit einem Eis angeboten werden. Dazu macht der Zoo der Eisdiele ein Angebot und diese kann überlegen, ob sie dieses annehmen will. Erst bei Annahme des Angebots wird dieses Produkt-Bundle veröffentlicht und damit dem Endverbraucher angeboten.

Für die erfolgreiche Implementierung der Plattform sind gerade lokale Energieversorger ideal. Durch ih

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