03.09.2019

Softwaresysteme: Schnittstellen als Erfolgsgarant für die Digitalisierung | emw

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Von Hayley Solomon, Business IT ¿ Geschäftsentwicklung, GasVersorgung Süddeutschland GmbH

Die Digitalisierung in der Energiewirtschaft ist in aller Munde, doch reicht es nicht aus, Daten lediglich digital zur Verfügung zu stellen. Vielmehr gilt es, diese als Datenfluss entlang einer Prozesskette automatisiert durch alle betroffenen Systeme zu transportieren. Die Einrichtung geeigneter Schnittstellen zwischen den Softwaresystemen der Geschäftspartner ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Der Strom- und Gasmarkt unterliegt immer schnelleren Veränderungen: Hochtransparente Handelsmärkte, zunehmende regulatorische Vorgaben und die Standardisierung der Energiegeschäfte sind nur drei der zu nennenden Entwicklungen. Gerade im Energiehandel werden dabei beispielsweise die einzelnen Kauf- und Verkaufsgeschäfte nicht zuletzt aufgrund der vielen Handelsbildschirme zunehmend kleinteiliger. Das bedeutet gleichzeitig eine signifikant höhere Anzahl an Deals, die operativ abgewickelt und verarbeitet werden müssen.

Veränderungen im Energiemarkt fordern die Unternehmen
Wie sollen Unternehmen in dieser Transformation zum einen den Entwicklungen am Markt Rechnung tragen und zum anderen innovativ und effizient die eigenen operativen Prozesse gestalten? Die Digitalisierung wird hierbei als wirkungsvolles Instrument genannt. Doch wenn der Begriff der Digitalisierung im unternehmerischen Umfeld verwendet wird, so geht es nicht ausschließlich um das Verfügbarmachen von digitalen Daten im Zuge der digitalen Transformation. Vielmehr geht es um optimierte und automatisierte Prozesse beziehungsweise um Datenflüsse und Schnittstellen.

Digitale Tool-Landschaft durch Schnittstellen verbinden
Während in der Energiewirtschaft bei Stadtwerken, Weiterverteilern und Industrieunternehmen eine Vielzahl verschiedener Software-Tools im Einsatz ist, heißt das nicht zwangsweise, dass die Systeme miteinander kommunizieren und Daten automatisiert austauschen können. Das hat manuelle und damit zeitaufwändige Eingriffe innerhalb der operativen Prozesse sowie eine höhere Fehleranfälligkeit zur Folge ¿ und das bei einem immer schnelleren und kleinteiligeren Handelsmarkt. Die manuelle Abwicklung der Prozesse ist eine zunehmende Herausforderung für die Beteiligten: Immer mehr Geschäfte müssen händisch vom physischen Kauf/Verkauf über das Portfoliomanagement bis hin zur Abrechnung bearbeitet und transferiert werden.

Die Praxis zeigt dabei noch einen weiteren wichtigen Punkt auf: Die Verwendung von nicht redundanten Daten aus Tabellenkalkulations-Programmen. Diese Programme, die oft sämtliche Kundenstammdaten und Deals beziehungsweise Geschäftsdaten abspeichern, sind per Definition weder eine Datenbank noch können sie im IT-technischen Verständnis als belastbarer Teil einer Schnittstellenkonfiguration fungieren, da unter anderem kein Monitoring möglich ist. Die Welt der Makroprogrammierung als mögliche ¿Schnittstelle¿ dürfte an dieser Stelle nicht nur durch Wirtschaftsprüfer, sondern auch durch die eigene Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), sprich die resultierenden Kosten aufgrund der auftretenden Fehlerquote, begrenzt sein.

Viele bestehende Systeme und Tools könnten bereits im Status quo relativ einfach ¿miteinander sprechen¿ und Daten über Schnittstellen austauschen. Andere könnten kurzfristig dazu befähigt werden. Dennoch scheint oftmals die unternehmerische Prämisse zu gelten: ¿Das haben wir schon immer so gemacht¿. Nicht zuletzt, weil ausreichend Personalressourcen für händische oder halbautomatisierte Prozesse vorhanden zu sein scheinen und diese ¿Eh-da¿-Kosten vordergründig nicht weiter ins Gewicht fallen. Dies kann aber sicherlich nur bis zu dem Zeitpunkt Teil der Unternehmensstrategie sein, an dem entweder massive, auch kosts
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